Wie Fernsehen und Internet unser Leben beherrschen

Kaum jemand kann sich heute vorstellen, dass noch vor 50 Jahren längst nicht jeder Haushalt einen Fernseher besaß. Die Familien, die dennoch ein Gerät hatten, sahen die Sendungen in Schwarz Weiß und mit einer Auswahl von zwei Programmen. In unserem Zeitalter der Heimkinos und unendlichen Programmwahl hat das Fernsehen auch einen viel höheren Stellenwert im Leben der Personen eingenommen, als es zu der damaligen Zeit üblich war. Die einzige Konkurrenz, die das Fernsehen in den letzten Jahren erhalten hat, ist das Internet. Wer sich nach dem Feierabend nicht auf ein paar gemütliche Stunden vor dem Fernseher freut, verbringt die schönsten Stunden des Tages beim Chatten oder Spielen online.

Fernseher

Werden wir vom Fernsehen kontrolliert?

Nach jüngsten Statistiken sehen die Deutschen pro Tag rund 220 Minuten fern. Zeit, die früher dazu genutzt wurde, spazieren zu gehen, ein Buch zu lesen oder auch mit den Kindern zu spielen, verbringt man heute vor dem Bildschirm. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Fernsehen in der Lage ist, den Menschen zu entspannen. Natürlich wäre das als positiv zu bewerten, doch besteht darin auch eine Gefahr. Ist man beim längeren fernsehen vollkommen entspannt, schaltet nämlich die analytische linke Gehirnhälfte ab. So werden wir von einer Flut von Informationen berieselt, die wir kritiklos als wahr hinnehmen. Darum wird das Fernsehen auch als Kontrollmedium bezeichnet. Es besteht also die Gefahr, dass wir viele Informationen und Meinungen einfach übernehmen, ohne darüber nachzudenken. Gleichzeitig kann das Fernsehen auch auf die Psyche einen negativen Effekt nehmen. Nachrichtensendungen mit oft Meldungen von Verbrechen und Katastrophen werden den ganzen Tag über wiederholt und berieseln uns somit ständig. Bei vielen Personen führt das zu einem Zustand der Depression, der sie im Alltag lustlos und müde macht.

Stören Facebook & Co das Sozialverhalten der Jugendlichen?

Während statistisch gesehen die 14 jährigen noch am meisten fernsehen, wird bei der Gruppe der 15 bis 29 jährigen der geringste Fernsehkonsum verzeichnet. Na klar, denken jetzt so manche genervte Eltern, die haben ja gar keine Zeit zum Fernsehen, weil sie den ganzen Tag mit der Nase im Smartphone stecken! Oft wird die Befürchtung laut, dass die digitale Kommunikation das Sozialverhalten der Jugendlichen negativ beeinflussen könnte. Verschiedene Universitäten haben daher auch Studien zu dem Thema unternommen, die ergeben haben, dass diese Befürchtung unbegründet ist.

Facebook

Die Jugendlichen sprechen auch weiterhin miteinander, nur ist der Blick auf das Handy zu einer Gewohnheit geworden. Es werden dem Handy jedoch auch gemeinsam Bilder angeschaut, was die Kommunikation fördert und es ist den Jugendlichen auch möglich, schnell und spontan Verabredungen zu treffen. Somit dienen Facebook und andere soziale Medien zur Förderung der bestehenden Kontakte und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, neue Personen zunächst einmal aus der Distanz kennenzulernen.

Technologie mit Bedacht nutzen

Die neuen Kommunikationsmedien im Internet sowie die große Auswahl bei den Fernsehprogrammen bieten viele Vorteile für die Nutzer. Es ist möglich zu jeder Zeit über Geschehnisse in der Welt informiert zu sein und man kann zu jedem Thema die Information finden die man benötigt. Auch machen es die sozialen Netzwerke möglich mit Personen in der Ferne in Kontakt zu bleiben. Jedoch ist es nötig, dass wie als Konsumenten dabei andere Aspekte des Lebens nicht vernachlässigen und die neuen Kommunikationsmittel auf intelligente Weise einzusetzen lernen.

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